Industriedisplays für den Außenbereich fallen selten allein aufgrund ihrer Helligkeit aus.
Ein helleres LCD-Display hilft zwar, kann aber die durch einen Luftspalt verursachten internen Reflexionen nicht beseitigen. Auch Probleme wie Feuchtigkeit, Hitzeentwicklung im geschlossenen Gehäuse, Reflexionen auf der Frontscheibe, eine unzureichende Wasserdichtigkeit oder eine mangelhafte Touch-Kalibrierung lassen sich damit nicht lösen.
Aus diesem Grund sollte das optische Bonding bei industriellen Displays für den Außenbereich im Rahmen der Auslegungssicherung berücksichtigt werden und nicht als rein kosmetische Verbesserung.
Optisches Kleben ist erforderlich, wenn Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeitsbeständigkeit, die Zuverlässigkeit des versiegelten Gehäuses, dickes Deckglas oder eine lange Lebensdauer im Außenbereich von Bedeutung sind. Luftkleben kann weiterhin für Displays in schattigen Lagen, im halb-offenen Bereich, bei kostengünstigen oder leicht austauschbaren Displays verwendet werden.
Die eigentliche Frage lautet nicht:
Wollen wir einen schöneren Bildschirm?
Die eigentliche Frage lautet:
Bleibt dieses Display auch nach der Installation im Freien gut lesbar und stabil?
Kurzanleitung: Wann ist bei Außenanzeigen eine optische Verklebung erforderlich?
Zustand des Projekts
Die bessere Wahl
Warum
Direkte Sonneneinstrahlung
Optische Bindung
Reduziert interne Reflexionen und verbessert den effektiven Kontrast
LCD mit einer Helligkeit von 1000–1500 Nits, auch bei Sonnenlicht gut lesbar
Optische Bindung
Eine hohe Helligkeit hilft zwar, beseitigt aber nicht die Reflexion am Luftspalt
Geschlossenes Außengehäuse
Optische Bindung
Verringert den Luftraum, in dem es zu innerem Beschlagen kommen kann
Feuchte- oder Temperaturwechsel
Optische Bindung
Verringert das Risiko von Kondenswasserbildung zwischen den Schichten
Dickes Deckglas, Frontschutz nach IK08 oder IK10
Optische Bindung
Sorgt dafür, dass das Bild näher an der Frontscheibe erscheint, und verringert sichtbare Reflexionen
EV-Ladestation für den Außenbereich, Kiosk oder öffentlicher Ladepunkt
Optische Bindung
Die Wartung vor Ort ist kostspielig, und die Benutzerfreundlichkeit spielt eine wichtige Rolle
Überdachter Terminal im Halb-Freiluftbereich
Eine Luftverbindung könnte akzeptabel sein
Geringeres Risiko durch Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit
Projekt mit kurzer Laufzeit oder einfacher Erneuerung
Eine Luftverbindung könnte akzeptabel sein
Geringere Kosten und eine einfachere Reparatur könnten wichtiger sein
Einen allgemeinen Vergleich zwischen Air Bonding, Optical Bonding, OCA und OCR finden Sie in unserem Leitfaden unter Optische Verklebung vs. Luftverklebung.
Warum eine hohe Helligkeit allein für Displays im Außenbereich nicht ausreicht
Viele Projekte im Bereich der Außenanzeigen beginnen mit einer einzigen Anfrage:
Wir brauchen eine höhere Helligkeit.
Diese Bitte ist durchaus berechtigt. Ein helleres LCD-Display ist wichtig für bei Sonnenlicht gut lesbare Monitore. Doch Helligkeit allein löst nicht jedes Problem bei der Lesbarkeit im Freien.
Ein LCD mit hoher Helligkeit kann mehr Licht aus der Hintergrundbeleuchtung abstrahlen. Es kann jedoch die interne Reflexion nicht beseitigen, die durch einen Luftspalt zwischen Deckglas, Touchpanel und LCD verursacht wird.
Deshalb wirken manche Displays im Außenbereich selbst bei einer Helligkeit von 1000 oder 1500 Nits immer noch grau oder verblasst. Die Hintergrundbeleuchtung ist zwar stark, doch der Kontrast wird im Inneren des Displays geschwächt.
Die Hitze ist ein weiterer Teil des Problems.
Eine höhere Helligkeit bedeutet in der Regel eine stärkere Hintergrundbeleuchtung und eine höhere Wärmeentwicklung im Inneren. In einem geschlossenen Außengehäuse darf diese Wärmeentwicklung nicht außer Acht gelassen werden. Ein Bildschirm mag bei einem kurzen Test in Innenräumen hell erscheinen, kann aber nach längerem Betrieb im Freien instabil werden, wenn das thermische Design unzureichend ist.
Beim Design von Außenanzeigen geht es nie nur um Nits.
Helligkeit, optische Verklebung, AG- oder AR-Glas, thermisches Design, wasserdichte Abdichtung und die Abstimmung des Touch-Controllers sollten gemeinsam geprüft werden.
Was optisches Kleben leistet – und was nicht
Beim optischen Verkleben wird der Luftspalt zwischen Deckglas, Touchpanel und LCD mit einem transparenten optischen Klebstoff ausgefüllt.
Für industrielle Displays im Außenbereich liegt der Vorteil auf der Hand: Es verringert die Luftspalte innerhalb des Displaystapels.
Reduziert interne Reflexion
Luftspalten erzeugen zusätzliche reflektierende Oberflächen. Bei Sonneneinstrahlung verringern diese Reflexionen den Kontrast und erschweren das Ablesen des Displays.
Durch das Entfernen des Luftspalts wirkt das Bild klarer und scheint näher am Frontglas zu liegen.
Verbessert die optische Klarheit über den gesamten Display-Aufbau hinweg
Optisches Bonding ist sinnvoll, wenn das Display mit dickem Deckglas, einem dunklen Frontrahmen oder einem LCD-Bildschirm mit hoher Helligkeit ausgestattet ist.
Es ersetzt die Helligkeit nicht. Es sorgt dafür, dass die vorhandene Helligkeit effektiver genutzt wird.
Verringert das Risiko der Beschlagbildung zwischen den Schichten
Bei Geräten im Außen- oder Halbaußenbereich können Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit zu Kondenswasserbildung führen.
Bei der Luftklebeverbindung kann sich im Luftspalt Kondenswasser bilden. Sobald es in einem versiegelten Display zu Beschlagbildung kommt, kann der Endnutzer das Problem in der Regel nicht vor Ort beheben.
Durch das optische Verkleben wird dieses Risiko verringert, da der Luftraum zwischen den Schichten beseitigt wird.
Unterstützt Outdoor-Ausrüstung mit langer Lebensdauer
Optisches Bonding sollte in Betracht gezogen werden, wenn eine schlechte Lesbarkeit, Beschlagbildung oder Wartungsarbeiten vor Ort zu erheblichen Projektkosten führen würden.
Zu den typischen Anwendungsbereichen zählen Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Kiosksysteme im Außenbereich, Parkautomaten, Displays für die Schifffahrt, Displays für den Verkehrsbereich, industrielle HMI-Systeme für den Außenbereich, Smart-City-Terminals, Geräte für den öffentlichen Zugang sowie Schalttafeln für den Außenbereich.
Displays für E-Auto-Ladestationen sind ein gutes Beispiel dafür. Sie sind häufig Sonnenlicht, Regen und öffentlicher Nutzung ausgesetzt, verfügen über ein versiegeltes Gehäuse und eine dicke Frontscheibe und müssen eine lange Lebensdauer aufweisen. Bei dieser Art von Projekten sollten das optische Bonding sowie hochauflösende LCD-Displays, IK-Glas, wasserdichte Frontkonstruktionen und die PCAP-Touch-Optimierung gemeinsam geprüft werden.
Es kann ein schwaches LCD-Display nicht in ein bei Sonnenlicht lesbares Display verwandeln. Es kann kein AG- oder AR-Glas ersetzen. Es kann Probleme wie schlechte Wärmeableitung, unzureichende Wasserdichtigkeit, fehlerhaftes Gehäusedesign oder mangelhafte Touch-Kalibrierung nicht beheben.
Bei industriellen Displays für den Außenbereich sollte das optische Bonding als Teil des gesamten Display-Aufbaus überprüft werden:
LCD-Helligkeit
Dicke des Deckglases
AG-, AR- oder AF-Oberflächenbehandlung
Verfahren zum optischen Verkleben
Berührungssensor und Steuerung
Erdung und EMV-Umgebung
Wasserfeste Frontkonstruktion
Thermische Auslegung
Einbauwinkel
Strategie für die Instandhaltung
Genau hier scheitern viele Projekte im Bereich der Außenanzeigen. LCD, Glas, Touchpanel, Verklebung und Gehäuse werden zwar separat ausgewählt, müssen aber nach der Installation als Einheit funktionieren.
Ein Display mag im Büro durchaus annehmbar aussehen. Der eigentliche Test besteht jedoch darin, ob es auch nach Monaten oder Jahren im Außenbereich unter direkter Sonneneinstrahlung und in einem geschlossenen Gehäuse noch gut lesbar ist.
Wann kann die Luftbindung im Außenbereich noch eingesetzt werden?
Der Einsatz im Außenbereich bedeutet nicht automatisch, dass ein optisches Bonding erforderlich ist.
Die Luftklebeverbindung kann dennoch in Betracht gezogen werden, wenn das Display in einer milden oder halb-außenorientierten Umgebung eingesetzt wird und das Projekt keine höchste optische Leistung erfordert.
Dies kann akzeptabel sein, wenn das Display im Schatten steht, keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, nur geringen Temperaturschwankungen unterliegt, ein geringes Risiko durch hohe Luftfeuchtigkeit besteht und es leicht ausgetauscht werden kann.
Beispielsweise ist bei einem halb im Freien aufgestellten Terminal unter einem Dach möglicherweise kein optisches Bonding erforderlich, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist und der Zugang für Wartungsarbeiten einfach ist.
Wenn das Display jedoch versiegelt ist, Sonnenlicht ausgesetzt ist, schwer zu reparieren ist oder über Jahre hinweg im Freien eingesetzt werden soll, sollte die Luftverklebung sorgfältig geprüft werden.
Die geringeren Anschaffungskosten bedeuten nicht unbedingt, dass die Gesamtkosten des Projekts niedriger sind.
Was Sie vor der Entscheidung für optisches Bonding bei Displays für den Außenbereich beachten sollten
Bevor man sich für eine optische Verklebung bei einem industriellen Display für den Außenbereich entscheidet, benötigt der Anbieter mehr als nur die Bildschirmgröße.
Eine nützliche Rezension beginnt mit folgenden Angaben:
Verwendung im Innenbereich, im halbgeschützten Außenbereich oder im Freien
Direkte Sonneneinstrahlung oder schattige Aufstellung
LCD-Größe und Helligkeit
Dicke des Deckglases
AG-, AR- oder AF-Anforderung
Anforderungen an Touch-Typ und Touch-Controller
Anforderung an den Kontakt mit Wasser, Handschuhen oder dickem Glas
Schutzart an der Vorderseite oder Dichtungsausführung
Betriebstemperatur und Luftfeuchtigkeit
Reparatur- oder Austauschstrategie
Anhand dieser Angaben kann der Lieferant prüfen, ob ein optisches Bonding erforderlich ist, ob die Helligkeit des LCD-Bildschirms ausreicht und ob die Glasbehandlung, die Abdichtung und die Touch-Einstellung gemeinsam angepasst werden sollten.
Für Industriemonitore, … sollte die Klebetechnik auf die Displaykonstruktion abgestimmt sein und nicht als isolierte Option gewählt werden.
Für Open Frame Touch Monitor oder Touch-Monitor für Schalttafelmontage Vor der endgültigen Festlegung der mechanischen Konstruktion sollten die Integration, die Frontkonstruktion, die Glasdicke, das Klebeverfahren und die Dichtungsausführung überprüft werden.
Häufige Fragen zum optischen Kleben bei Displays für den Außenbereich
Müssen industrielle Displays für den Außenbereich immer optisch verklebt werden?
Nein. Bei schattigen, halb im Freien aufgestellten, kostengünstigen oder leicht austauschbaren Displays kann weiterhin die Luftverklebung zum Einsatz kommen. Bei direkter Sonneneinstrahlung, hoher Luftfeuchtigkeit, geschlossenen Gehäusen, dickem Glas oder einer langen Lebensdauer im Außenbereich sollte jedoch frühzeitig die optische Verklebung in Betracht gezogen werden.
Ist bei einem Display mit 1000 Nits für den Außenbereich noch eine optische Verklebung erforderlich?
Manchmal ja. Ein LCD mit 1000 Nits bietet zwar eine höhere Helligkeit, beseitigt jedoch nicht die Reflexionen im Luftspalt. Bei Displays, die bei Sonnenlicht lesbar sind, sollten Helligkeit und optische Verklebung gemeinsam geprüft werden.
Kann die Luftklebe-Technologie für Außenanzeigen verwendet werden?
Ja, aber nur unter geeigneten Bedingungen. Die Luftverklebung kann bei schattigen, halb im Freien aufgestellten Displays mit geringem Feuchtigkeitsrisiko und einfacher Wartung funktionieren. Bei versiegelten, der Sonne ausgesetzten und langlebigen Außengeräten ist sie jedoch riskant.
Verhindert das optische Bonding die Bildung von Kondenswasser?
Durch das optische Bonding wird der Luftraum verringert, in dem es zu innerem Beschlagen kommen kann, wodurch das Risiko der Kondenswasserbildung zwischen den Display-Schichten verringert wird. Es ersetzt jedoch weder eine ordnungsgemäße Gehäuseabdichtung noch eine wasserdichte Konstruktion oder eine Feuchtigkeitsregulierung.
Verbessert das optische Bonding die Touch-Leistung?
Nicht direkt. Die Touch-Leistung hängt hauptsächlich vom Touch-Sensor, der Dicke des Deckglases, der Abstimmung des Controllers, der Erdung und der Störungsunterdrückung ab. Das optische Bonding verbessert vor allem die Bildschärfe, reduziert interne Reflexionen und sorgt für eine bessere Integration der Display-Komponenten.
Sollte beim optischen Verkleben AG- oder AR-Glas verwendet werden?
Oftmals ja. Durch optisches Bonding werden interne Reflexionen reduziert, während AG- oder AR-Glas dazu beiträgt, Reflexionen an der Vorderseite zu minimieren. Bei Displays für den Außenbereich sollten beide Aspekte zusammen mit der Helligkeit und dem thermischen Design geprüft werden.
Wird das optische Bonding für Displays von EV-Ladegeräten empfohlen?
In der Regel ja. Displays von EV-Ladegeräten sind häufig Sonnenlicht, Regen, öffentlicher Nutzung, einem versiegelten Gehäuse, dickem Deckglas und einer langen Lebensdauer ausgesetzt. Das optische Bonding sollte zusammen mit dem hochauflösenden LCD, dem IK-Glas, der wasserdichten Frontkonstruktion und der PCAP-Touch-Optimierung geprüft werden.
Was sollte ich prüfen, bevor ich eine optische Verklebung in Auftrag gebe?
Bitte geben Sie den Anwendungsbereich, die Sonneneinstrahlung, die Größe und Helligkeit des LCD-Bildschirms, die Dicke des Deckglases, die Oberflächenbehandlung, die Anforderungen an die Abdichtung, die Betriebstemperatur, das Feuchtigkeitsrisiko, die Anforderungen an die Touch-Funktion, die Befestigungsart, die Stückzahl und die voraussichtliche Lebensdauer an.
Benötigen Sie eine Empfehlung für eine Bürgschaft im Rahmen einer Ausschreibung für eine Außenanzeige?
Wenn Sie eine Anfrage für ein industrielles Display für den Außenbereich, einen Bildschirm für eine EV-Ladestation, ein Kiosk-Display oder einen bei Sonnenlicht lesbaren Monitor erstellen, geben Sie bitte die LCD-Größe, die Helligkeit, die Dicke des Deckglases, die Lichtverhältnisse im Freien, die Anforderungen an die Abdichtung, die Betriebstemperatur, die Befestigungsart und die voraussichtliche Stückzahl an.
ob sich für den Display-Stapel eher eine OCA- oder eine OCR-Verklebung eignet;
ob Helligkeit, AG- oder AR-Glas, Dichtungsaufbau oder die PCAP-Touch-Einstellung gemeinsam angepasst werden sollten.
Das Ziel ist einfach: Schlechte Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung, Beschlagen im Inneren, unnötige Kosten für die Verklebung, Instabilität der Berührungsfunktionen und mechanische Nacharbeiten in der Endphase vermeiden, bevor die Projektstruktur endgültig festgelegt wird.
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