Bei industriellen Touch-Displays sollte die Auswahl von AG-, AF- und AR-Glas nicht allein anhand der Beschriftung erfolgen.
Die richtige Wahl hängt vom eigentlichen Problem ab.
Verwenden Sie AG-Glas, wenn die Bildschirmdarstellung durch Blendung durch Sonnenlicht, Werksbeleuchtung oder Deckenleuchten beeinträchtigt wird.
Verwenden Sie AF-Glas, wenn Fingerabdrücke, Fettflecken und häufiges Reinigen ein Problem darstellen.
Verwenden Sie AR-Glas, wenn Oberflächenreflexionen reduziert werden müssen, während gleichzeitig eine hohe Bildschärfe und ein hoher Kontrast erhalten bleiben sollen.
Doch keine dieser Behandlungen kann eine mangelhafte Bildschirmstruktur allein beheben.
Bei Außenkiosken, EV-Ladestationen, HMIs in Fabriken, medizinischen Touchpanels und kundenspezifischen Industriemonitoren hängt das Endergebnis zudem von der LCD-Helligkeit, dem optischen Bonding, der Dicke des Deckglases, der Abstimmung des Touch-Controllers, der Frontversiegelung, der Reinigungsmethode und dem Einbauwinkel ab.
In vielen industriellen Projekten ist eine Kombination aus Antireflexbeschichtung, hoher Helligkeit und optischem Bonding praktischer als der alleinige Einsatz einer Antireflexbeschichtung. Antireflexbeschichtung ist besonders dann sinnvoll, wenn der Bildschirm häufig berührt wird. Eine Antireflexbeschichtung sollte zum Einsatz kommen, wenn geringere Reflexionen und eine bessere Bildschärfe die zusätzlichen Kosten, die Anforderungen an die Beschichtungsqualität und die Haltbarkeit rechtfertigen.
In diesem Leitfaden wird erläutert, wie man AG-, AF- und AR-Glas für industrielle Touch-Monitore, Kiosksysteme im Außenbereich, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, HMI-Panels und kundenspezifische Touch-Display-Projekte auswählt.
Kurzantwort: AG-Glas vs. AF-Glas vs. AR-Glas
AG steht für Blendschutz. AF steht für Fingerabdrücke und Reinigung. AR steht für Reflexionsschutz und Klarheit.
Bei industriellen Touch-Displays für den Außenbereich reicht eine Glasbeschichtung allein nicht aus. Die Lesbarkeit hängt in der Regel von der Helligkeit des LCD-Bildschirms, der optischen Verklebung, der Dicke des Deckglases und dem Einbauwinkel ab.
Behandlung
Hauptzweck
Wähle es, wenn
Seien Sie vorsichtig, wenn
Übliche industrielle Verwendung
AG Blendschutz
Reduziert Blendungen durch Streuung des reflektierten Lichts
Das Display wird bei Sonnenlicht, unter Werksbeleuchtung oder bei starker Innenbeleuchtung verwendet
Starker Trübungsgrad kann die Bildschärfe, die Lesbarkeit von Text oder den wahrgenommenen Kontrast beeinträchtigen
Außenkioske, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, HMIs für Fabriken, Industriemonitore
AF Anti-Fingerabdruck
Verhindert das Anhaften von Fingerabdrücken und Fett
Der Bildschirm wird häufig berührt oder muss oft gereinigt werden
Die AF-Beschichtung schützt nicht vor Kratzern, und je nach Reinigungsmethode kann sie sich abnutzen
Reduziert Oberflächenreflexionen und verbessert die Klarheit
Das Display benötigt eine geringere Reflexion, einen besseren Kontrast oder eine erstklassige Bildqualität
AR verursacht zusätzliche Kosten und erfordert eine hohe Beständigkeit der Beschichtung sowie Maßnahmen zur Reinigung und Produktionskontrolle
Displays mit hoher Bildschärfe, medizinische Geräte, hochwertige Innenraum-Displays, ausgewählte Außenanzeigen
Mehr Behandlungen bedeuten nicht automatisch eine bessere Darstellung.
AG + AF ist bei öffentlichen Touchscreens und industriellen HMIs weit verbreitet. AR + AF kann eingesetzt werden, wenn sowohl Klarheit als auch Reinigungsfreundlichkeit wichtig sind. AG + AR oder AG + AF + AR sollten anhand von Mustertests sorgfältig geprüft werden, da Trübung, Reflexion, Beschichtungsbeständigkeit und Kosten das Endergebnis beeinflussen können.
Auswahlmatrix für die Industrie
Zustand des Projekts
Empfohlener Einstiegspunkt
Siehe auch
Häufiger Fehler
Direkte Sonneneinstrahlung oder Verwendung im Freien
AG-Glas + hochauflösendes LCD
Optische Verklebung, Einbauwinkel, Dicke des Deckglases
Zu erwarten, dass AG oder AR allein den Bildschirm bei Sonnenlicht lesbar machen
Kiosk im Halb-Außenbereich oder Ladestation für Elektrofahrzeuge
Die Entscheidung für beschichtetes AG-Material ohne Prüfung der langfristigen Abriebfestigkeit oder der Eignung für den Außenbereich
Öffentlicher Touchscreen
AF oder AG + AF
Reinigungsmethode, Berührungshäufigkeit, Haltbarkeit der Beschichtung
AF als Kratzschutz verwenden
Hochwertiges Display für den Innenbereich oder medizinische Zwecke
AR oder AR + AF
Reflexionsgrad, Reinigungsmethode, Schutz der Beschichtung
Einsatz von AR ohne Überprüfung der Haltbarkeit und Produktionsstabilität
Touchdisplay mit dickem Deckglas und IK-Schutzklasse
Zuerst die Dicke des Deckglases + Touch-Einstellung
AG, AF, AR, optische Verklebung, Bedienung mit Handschuhen, Bedienung mit nassen Händen
Den Fokus auf die Beschichtung legen und dabei die Feinabstimmung des Touch-Controllers außer Acht lassen
Bei industriellen Touch-Displays für den Außenbereich lautet die Frage nicht einfach nur “AG oder AR?”
Die bessere Frage ist:
Wird der Bildschirm auch nach dem Einbau in das Endgerät noch gut lesbar, berührungsempfindlich und strapazierfähig sein?
Was ist AG-, AF- und AR-Glas?
AG-Glas: Blendschutz
AG-Glas reduziert Blendungen, indem es einen matten oder streuenden Oberflächeneffekt erzeugt.
Es wird häufig bei Touchscreens im Außenbereich, industriellen HMIs, Kiosksystemen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie bei Geräten eingesetzt, die Sonnenlicht oder starker Innenbeleuchtung ausgesetzt sind.
Der entscheidende Parameter ist die Trübung.
Eine höhere Trübung kann die Blendung verringern, doch zu viel Trübung kann dazu führen, dass das Bild weniger scharf wirkt. Bei industriellen Touch-Displays sollte die Wahl des AG-Glases unter Berücksichtigung der LCD-Helligkeit, des Betrachtungsabstands und des Einbauwinkels erfolgen.
AG ist nützlich, wenn Blendung ein Problem darstellt. Es ist jedoch für sich genommen keine vollständige Lösung für die Lesbarkeit im Freien.
Wenn das Display direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist, können Helligkeit und optische Verklebung eine größere Rolle spielen als die AG-Oberfläche allein.
Beschichtetes AG vs. geätztes AG
Bei AG-Glas sollten Käufer auch darauf achten, wie die AG-Oberfläche hergestellt wurde.
Manche AG-Oberflächen werden durch Beschichtung hergestellt. Andere werden durch chemisches Ätzen hergestellt.
Beschichtetes AG ist in der Regel günstiger, doch die Lebensdauer der Oberflächenschicht kann je nach Reinigungshäufigkeit, Abrieb und Witterungseinflüssen kürzer sein.
Die Ätzung erfolgt direkt auf der Glasoberfläche. Sie ist in der Regel beständiger und eignet sich besser für den Einsatz im Außenbereich oder für den langfristigen industriellen Gebrauch, ist jedoch mit höheren Kosten verbunden.
Bei Touch-Displays für den Außenbereich, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und öffentlichen Kiosksystemen ist geätztes AG-Glas in der Regel die sicherere Wahl, wenn es auf langfristige Haltbarkeit ankommt.
AF-Glas: Anti-Fingerabdruck
AF-Glas verringert das Anhaften von Fingerabdrücken und Fett auf der Glasoberfläche.
Es lässt Fingerabdrücke nicht verschwinden. Es macht sie weniger auffällig und lässt sie sich leichter abwischen.
AF eignet sich für öffentliche Kiosksysteme, Kassenterminals, medizinische Geräte, Selbstbedienungsautomaten und industrielle Bedienfelder, die häufig berührt werden.
Der Vorteil liegt auf der Hand: weniger sichtbarer Schmutz, einfachere Reinigung, bessere tägliche Pflege.
Wenn der Bildschirm nur selten berührt wird, ist der Autofokus möglicherweise überflüssig.
Bei einem öffentlichen Touchscreen ist die AF-Beschichtung kein Luxus. Sie ist eine Frage der Wartung.
AR-Verglasung: Antireflexbeschichtung
AR-Glas reduziert Oberflächenreflexionen und verbessert die Bildschärfe und den Kontrast.
Im Vergleich zu AG-Glas sorgt AR in der Regel für ein klareres Bild. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn der Bildschirm eine höhere Transparenz, einen besseren Kontrast oder ein hochwertigeres Erscheinungsbild erfordert.
Aber AR wird oft missverstanden.
AR-Glas ist kein Ersatz für hohe Helligkeit. Es ersetzt das optische Bonding nicht. Das macht aus einem schwachen Display für den Außenbereich kein bei Sonnenlicht lesbares Display.
Bei industriellen Displays für den Außenbereich liegt das Hauptproblem bei der Lesbarkeit oft nicht nur in Oberflächenreflexionen. Es kann auch an einer geringen LCD-Helligkeit, internen Reflexionen durch einen Luftspalt, dickem Deckglas, einer ungeeigneten Frontkonstruktion oder einem Einbauwinkel liegen, bei dem das Sonnenlicht direkt in die Augen des Benutzers reflektiert wird.
Eine AR-Beschichtung kann Oberflächenreflexionen reduzieren und die Klarheit verbessern, kann jedoch nicht ersetzen:
LCD mit hoher Helligkeit
optische Bindung
eine geeignete Gestaltung des Deckglases
geeigneter Einbauwinkel
Feinabstimmung der endgültigen Glasdicke
AR ist eine Überlegung wert, wenn das Projekt eine geringere Reflexion, bessere Klarheit und ein erstklassiges optisches Ergebnis erfordert und wenn der Käufer höhere Kosten, strengere Reinigungsanforderungen sowie eine Kontrolle der Beschichtungsbeständigkeit in Kauf nehmen kann.
Was ist mit der HC-Hartbeschichtung?
Die HC-Hartbeschichtung unterscheidet sich von AG, AF und AR.
HC wird hauptsächlich zur Verbesserung der Kratzfestigkeit der Oberfläche eingesetzt.
AG reduziert Blendungen. AF reduziert Fingerabdrücke. AR verringert Reflexionen. HC verbessert die Kratzfestigkeit.
Wenn das Projekt Kratzfestigkeit erfordert, prüfen Sie die HC-Hartbeschichtung, die Glashärte, die Abriebfestigkeit und die abschließende Reinigungsmethode. Betrachten Sie AF nicht als Kratzschutz.
Zu überprüfende Spezifikationspunkte
Verlassen Sie sich bei der Auswahl einer Glasbehandlung nicht allein auf den Namen.
Das gleiche “AG-Glas” oder “AR-Glas” kann je nach Anbieter unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Trübung, Reflexionsgrad, Beständigkeit der Beschichtung, Klebetechnik und die Feinabstimmung der Touch-Funktion können das Endergebnis beeinflussen.
Welcher Mattierungsgrad wird verwendet? Handelt es sich um geätztes oder beschichtetes Mattglas? Können wir Muster unter realistischen Lichtverhältnissen vergleichen?
Wie hoch ist der Reflexionsgrad? Welche Reinigungsmethode ist zulässig?
HC-Hartbeschichtung
Oberflächenhärte, Abriebfestigkeit
Kratzfestigkeit
Ist eine Hochleistungsbeschichtung bei häufiger Berührung, öffentlicher Nutzung oder täglicher Reinigung erforderlich?
Optische Bindung
Klebverfahren, Luftspalt, Klebstofftyp
Kontrast im Freien, interne Reflexion, Lesbarkeit
Sollten wir die verklebten und die nicht verklebten Proben unter starkem Licht vergleichen?
Berührungsstruktur
Dicke des Deckglases, Steuer-IC, Firmware-Optimierung
Berührungsempfindlichkeit, Bedienung mit Handschuhen, Bedienung bei Nässe, Bedienung an den Rändern
Wurde die Touch-Funktion auf die endgültige Dicke des Deckglases und die Frontstruktur abgestimmt?
Bei Industrieprojekten ist ein Lastenheft nur der Ausgangspunkt.
Das Muster sollte unter realen Einsatzbedingungen geprüft werden: Beleuchtung, Betrachtungswinkel, Reinigungsmethode, Dicke des Deckglases, Klebekonstruktion und Touch-Bedienung.
Eine Glasbeschichtung, die im Büro gut aussieht, kann in der fertigen Maschine dennoch versagen.
Checkliste für die Probenprüfung
Bevor Sie AG-, AF- oder AR-Glas für die Serienfertigung freigeben, testen Sie das Muster unter realen oder ähnlichen Bedingungen.
Überprüfen:
Lesbarkeit bei Sonnenlicht, Werksbeleuchtung oder starker Innenbeleuchtung
Lesbarkeit des Textes, Schärfe der Symbole und Lesbarkeit des QR-Codes
Fingerabdrücke und die eigentliche Reinigungsmethode
Spiegelung auf dunklem Hintergrund
Berührungsempfindlichkeit in Abhängigkeit von der endgültigen Dicke des Deckglases
Handschuh- und Nassgriffigkeit sowie bei Bedarf eine wasserdichte Vorderseite
Proben mit und ohne Beschichtung, wenn die Lesbarkeit im Außenbereich wichtig ist
Ein Muster, das im Büro gut aussieht, kann in der Serienproduktion dennoch scheitern.
So unterscheiden Sie AG-, AF- und AR-Glas
Eine kurze Überprüfung kann Ihnen helfen, die Glasoberfläche einzuschätzen, doch die endgültige Freigabe sollte weiterhin von den Spezifikationen und Musterprüfungen abhängen.
So erkennen Sie AG-Glas
AG-Glas hat in der Regel eine matte oder leicht mattierte Oberfläche.
Wenn man die im Glas reflektierten Objekte betrachtet, wirkt das Spiegelbild weicher oder unschärfer als bei normalem, klarem Glas.
Dieses verschwommene Spiegelbild ist der Sinn von AG. Es hilft, Blendungen zu reduzieren.
Der Kompromiss liegt ebenfalls auf der Hand: Ist der Schleier zu stark, kann das Bild an Schärfe verlieren.
So erkennen Sie AF-Glas
AF-Glas fühlt sich möglicherweise glatter an und lässt sich in der Regel leichter reinigen.
Ein einfacher Test mit einem Wassertropfen oder einem Ölfleck zeigt den Unterschied. Auf AF-Glas breiten sich Flüssigkeits- oder Ölflecken in der Regel nicht so leicht aus, und Fingerabdrücke lassen sich leichter abwischen.
Verlassen Sie sich bei Produktionsprojekten nicht allein auf das haptische Gefühl. Prüfen Sie die Haltbarkeit der Beschichtung sowie die Abrieb- und Reinigungsbeständigkeit.
So erkennen Sie AR-Brillen
AR-Glas weist in der Regel eine geringere Reflexion im sichtbaren Lichtbereich auf als herkömmliches Deckglas.
Je nach Beschichtung kann die Reflexion aus bestimmten Blickwinkeln schwächer erscheinen oder einen leichten Farbstich aufweisen. Das Bild hinter dem Glas wirkt in der Regel klarer.
Im industriellen Einsatz sollte AR nicht nur auf seinen optischen Effekt hin geprüft werden. Auch die Oberflächenbeständigkeit und die Reinigungsmethode spielen eine Rolle.
So wählen Sie je nach Umgebung aus
Starkes Licht oder Sonnenlicht
Wenn das Hauptproblem Blendung durch Sonnenlicht oder starke Innenbeleuchtung ist, ist AG-Glas in der Regel die erste Option, die man in Betracht ziehen sollte.
Bei direkter Sonneneinstrahlung reicht AG allein nicht aus. Das Display sollte auch hinsichtlich LCD-Helligkeit, optischer Verklebung, Dicke des Deckglases und Einbauwinkel überprüft werden.
Bei Projekten im Außen- und Halbaußenbereich sollte die Oberflächenbehandlung im Zusammenhang mit der gesamten Displaykonstruktion betrachtet werden, insbesondere wenn das Produkt in öffentlichen Bereichen installiert wird oder wechselnden Lichtverhältnissen ausgesetzt ist.
Wenn der Bildschirm häufig berührt wird, erweist sich AF-Glas als nützlicher, als viele Käufer erwarten.
Bei Kiosksystemen, Kassenterminals und Selbstbedienungsautomaten sind Fingerabdrücke nicht nur ein optisches Problem. Sie erhöhen den Reinigungsaufwand und beeinträchtigen das Benutzererlebnis.
AF ist besonders nützlich, wenn Nutzer den Bildschirm den ganzen Tag über berühren. Es ist weniger nützlich, wenn das Display hauptsächlich betrachtet und nur selten berührt wird.
Installation im Freien oder im halbgeschützten Außenbereich
Bei Displays für den Außen- oder Halbaußenbereich sollte die Entscheidung nicht mit der Frage “AG oder AR” beginnen.
Man sollte mit der Helligkeit, der Befestigungsart, der Frontkonstruktion, der wasserdichten Ausführung und der Sonneneinstrahlung beginnen.
Bei vielen industriellen Außenprojekten ist eine Kombination aus Antireflexbeschichtung, hoher Helligkeit und optischem Bonding praktischer als die bloße Verwendung von Antireflexglas.
Dickes Deckglas oder Touchscreen mit IK-Schutzklasse
Bei Touchscreens mit IK-Zertifizierung sind die Dicke des Deckglases und die Touch-Abstimmung wichtiger als die Bezeichnung der Beschichtung.
Ein dickeres Glas kann die Stoßfestigkeit verbessern, jedoch die Berührungsempfindlichkeit beeinträchtigen, wenn der Controller und die Firmware nicht richtig angepasst sind.
Bei IK08-, IK10- oder anderen schlagfesten Touchdisplays sind vor der Serienfertigung die Glasdicke, die Klebetechnik, der Touch-Controller, die Firmware-Optimierung, die Handschuhbedienung, die Bedienung bei Nässe sowie die Frontversiegelung zu überprüfen.
Für medizinische, Labor- oder besonders saubere Umgebungen kommen AF oder AR + AF in Betracht.
Allerdings sollten die Reinigungsverträglichkeit, die Abriebfestigkeit und die Haltbarkeit der Beschichtung vor der Freigabe der Muster überprüft werden.
Eine Beschichtung, die auf einem Muster gut aussieht, kann bei der täglichen Reinigung unter rauen Bedingungen dennoch versagen.
Häufige Fehler bei der Auswahl von AG-, AF- oder AR-Glas
AR allein für die Lesbarkeit im Freien
AR kann Oberflächenreflexionen verringern, ersetzt jedoch weder eine hohe Helligkeit noch das optische Bonding, die Gestaltung des Deckglases oder den richtigen Einbauwinkel.
Verwendung von „High-Haze AG“ ohne Überprüfung der Textlesbarkeit
Eine höhere Trübung kann Blendungen verringern, kann aber auch dazu führen, dass kleiner Text, Symbole oder QR-Codes weniger scharf wirken.
AF als Kratzschutz verwenden
AF hilft, Fingerabdrücke und Fettflecken zu reduzieren. Dies ist nicht dasselbe wie eine Hartbeschichtung. Wenn Kratzfestigkeit erforderlich ist, prüfen Sie bitte separat die HC-Hartbeschichtung oder die Glasbeschichtung.
Optisches Bonding und Touch-Tuning außer Acht lassen
Bei Außenanzeigen, dickem Deckglas, Touchscreens mit IK-Schutzklasse sowie Anwendungen für die Bedienung mit Handschuhen oder nassen Händen ist die Beschichtung nur ein Teil der Lösung.
Das optische Bonding und die Feinabstimmung des Touch-Controllers können über das Endergebnis entscheiden.
Was vor der Angebotserstellung zu klären ist
In realen Projekten reichen Aussagen wie “Wir brauchen AG-Glas” oder “Wir brauchen AR-Glas” für ein verlässliches Angebot nicht aus.
Die Wahl der Beschichtung sollte unter Berücksichtigung der Displaykonstruktion, der Installationsumgebung und der Wartungsbedingungen getroffen werden.
Aus beschaffungstechnischer Sicht ist AG in der Regel der sinnvollste Ausgangspunkt für industrielle Touch-Displays und Displays für den Außenbereich. AF sollte hinzugefügt werden, wenn der Bildschirm häufig berührt oder gereinigt wird. AR sollte nur gewählt werden, wenn das Projekt eine geringere Reflexion und bessere Klarheit erfordert und höhere Kosten für die Beschichtung sowie eine genauere Kontrolle der Haltbarkeit in Kauf genommen werden können.
Bei öffentlichen Außenanlagen wie Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Kiosksystemen ist geätztes Antireflexglas oft sicherer als beschichtetes Antireflexglas, wenn langfristige Abriebbelastung, Reinigung und Witterungseinflüsse eine Rolle spielen. Bei medizinischen Bedienfeldern im Innenbereich oder hochwertigen Bedienfeldern sind Antireflex- und Antifog-Beschichtungen möglicherweise besser geeignet, wenn sowohl Klarheit als auch Reinigungsfreundlichkeit wichtig sind.
Bevor Eagle Touch AG, AF oder AR empfiehlt, muss das Unternehmen in der Regel Folgendes bestätigen:
für den Innen-, Halb-Außen- oder Außenbereich
Zielwerte für LCD-Größe und Helligkeit
direkte Sonneneinstrahlung oder Lichtverhältnisse in einer Fabrikhalle
Häufigkeit der Berührung und Reinigungsmethode
Anforderungen an die Dicke des Deckglases und die IK-Schutzklasse
Anforderung an die optische Verklebung
wasserfestes Frontdesign, geeignet für die Bedienung mit Handschuhen oder nassen Fingern
Auf der Grundlage der tatsächlichen Installationsumgebung kann Eagle Touch Ihnen vor der Musterfertigung Empfehlungen dazu geben, ob für Ihr Display AG, AF, AR, geätztes AG, optisches Bonding, ein LCD mit hoher Helligkeit oder eine Optimierung des Touch-Controllers verwendet werden sollte.
Das Ziel besteht nicht darin, die teuerste Beschichtung zu verwenden. Das Ziel ist es, das Display im fertigen Gerät gut lesbar, berührungsempfindlich, langlebig und kostengünstig zu gestalten.
Was ist der Unterschied zwischen AG-, AF- und AR-Glas?
AG-Glas verringert Blendungen. AF-Glas verhindert Fingerabdrücke und Fettflecken. AR-Glas reduziert Oberflächenreflexionen und verbessert die Bildschärfe.
Einfach ausgedrückt: AG dient zur Lichtabschirmung, AF zur Beseitigung von Verschmutzungen und Fingerabdrücken und AR zur Verringerung von Spiegelungen und für eine klarere Bildqualität.
Ist AG-Glas besser als AR-Glas?
Nein.
AG und AR lösen unterschiedliche Probleme.
AG mindert Blendungen, indem es reflektiertes Licht streut. AR verringert Oberflächenreflexionen und verbessert die Bildschärfe.
Für industrielle Displays im Außenbereich ist AG oft die praktischere Lösung, doch kann AR nützlich sein, wenn eine höhere Bildschärfe erforderlich ist. Die bessere Wahl hängt von der Umgebung ab.
Verhindert AF-Glas Fingerabdrücke vollständig?
Nein.
AF-Glas lässt Fingerabdrücke nicht vollständig verschwinden. Es verringert jedoch das Anhaften von Fingerabdrücken und Fett, sodass die Oberfläche sauberer aussieht und sich leichter abwischen lässt.
Bei öffentlichen Touchscreens und Anwendungen mit hoher Berührungsfrequenz kann AF den täglichen Wartungsaufwand verringern.
Können AG und AF zusammen verwendet werden?
Ja.
AG + AF ist eine gängige Technologie für industrielle Touch-Displays, Kiosksysteme, POS-Terminals und öffentliche Selbstbedienungsautomaten.
AG reduziert Blendungen. AF verhindert Fingerabdrücke und Reinigungsstreifen.
Ist AR-Glas für Touch-Displays im Außenbereich notwendig?
Nicht immer.
Die Lesbarkeit im Freien hängt von der Helligkeit, der optischen Verklebung, der Struktur des Deckglases, der Reflexion, dem Einbauwinkel und der Sonneneinstrahlung ab.
AR kann zwar dazu beitragen, Reflexionen zu verringern, sollte jedoch bei starker Sonneneinstrahlung weder eine hohe Helligkeit noch das optische Bonding ersetzen.
Beeinflusst AG-, AF- oder AR-Glas die Berührungsempfindlichkeit?
Die Oberflächenbehandlung allein ist in der Regel nicht ausschlaggebend für die Haptik.
Die Dicke des Deckglases, die Klebetechnik, der Luftspalt, der Steuer-IC, die Firmware-Optimierung und die Erdung spielen eine größere Rolle, insbesondere bei dickem Glas, bei Anwendungen mit IK-Schutzklasse, bei wasserdichten Anwendungen sowie bei Anwendungen mit Handschuh- oder Nassbedienung.
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